Gipfelerfolg am Mt. EverestEine gute Nachricht für sich sorgende und gespannte Menschen zuhause.
Am 24.5.2010 um 07.30 Uhr erreichten alle anwesenden Teilnehmer und 7 Sherpas den Gipfel des Mount Everest. Um diese Leistung genügend zu würdigen möchte ich alle mit Namen nennen: Laura Gonzalez del Castillo (Mexiko), Suzanne Hüsser (CH), Bergführerin, Blauensteiner Herbert (A), Büscher Reinhard (D), Contreras Cedi Yuri (Mexiko), Holzknecht Hans (A), Norbu Serpa, Sirdar, (N) Wangchou Sherpa (N), Pasang Sherpa (N), Tsherring Sherpa (N), Nada Sherpa (N), Lama Sherpa (N) und Mimgma Sherpa (N).

Kobler & Partner on Top of Mt. Everest
Im Moment befinden sich die Teilenehmenden noch zwischen Lager III (8300 m) und Lager I (7000 m). Alle Teilnehmenden sollten morgen wieder im Basislager sein.
Es ist nun das dritte Mal hintereinander, dass alle anwesenden TeilnehmerInnen der Kobler & Partner Mount Everest Expedition den Gipfel erreichten: ein kleiner Wermutstropfen bleibt, dazu jedoch später.
Es war kein einfaches Jahr, vor allem was die Organisation angeht. Aus mir immer noch unerklärlichen Gründen war es bis kurz vor der Abreise nicht klar, wann die chinesische Regierung die Permits für den Everest herausgeben würde.
Dann aber erreichten wir das Basislager sogar einen Tag zu früh. Es hat sich einiges verändert, denn das Militär ist anwesend und kontrolliert alle Everest-Aspiranten aufs genaueste. Man muss das Militär soweit in Schutz nehmen, dass sie uns dann in Ruhe unsere Berge besteigen liessen.
Dann kommt noch ein beschämendes Problem, mit dem man immer wieder zu kämpfen hat. Unser Material musste in ABC gebracht werden und es wurde peinlich genau gewogen. Demnach benötigten wir für unseren ersten Transport 63 Jaks. Doch am kommenden Morgen kamen nur 24 Jaks. Bis ich gemerkt habe was da abgeht, war das gesamte Material auf die 24 Jaks verladen, zusätzliche Jaks kamen einfach keine mehr. Der Grund ist ganz einfach: dies ist der neue Trick der Tibeter, um ganz schön Geld, schwarz, zu verdienen. Sie übergeben der Agentur in Lhasa das Geld für die 24 Jaks, von uns kassieren sie für 63 Jaks (pro Jak USD 150). Somit bleibt in ihren Hosen 39 Jaks x USD 150 = 5850 USD hängen.
Ein weiterer, unberechenbarer Punkt ist das Wetter. Ich hab es noch nie so kalt erlebt wie dieses Jahr und ich war immerhin bereits acht mal hier. Wer auf unsere Webseite regelmässig mitliest, hat die Bilder der zugefrorenen Seen im Tibet gesehen. Dann war auch der Wind immer wieder ein Hindernis. Er kam sehr unregelmässig und am Schluss, wegen des riesigen Taifuns über den Bengalen, war das Erstellen des Wetterberichtes mit vielen Ungewissheiten verbunden.

Wettersatellitenbild MIARVI 2010.05.24_05.09

Wettersituation am 19.5.2010
Auf einmal hiess es am 20. Mai die Berghosen anziehen und ab ins Lager I auf dem Nordcol (7000 m). Doch der Taifun steht uns immer noch im Weg. Aus diesem Grund mussten wir eine Zusatztag am 21. Mai im Lager I einschalten. Es hiess Ausruhen und gemütlich Abwarten bis es passt. Dann präsentiert sich am 22. Mai ein wunderschöner Tag für den Aufstieg ins Lager II auf 7700 m. Ich finde dies immer die zäheste Etappe, warum weiss ich nicht, vielleicht weil man noch nirgends ist, an diesem Berg.

Mt. Everest - Camp II (7700 m)

Mt. Everest - Camp II, Sicht Richtung Pumori

Mt. Everest - von 7700 m zum Nordcol
Alles was passieren kann, passiert irgendwann, oder eben Murphys law
Wir sind im Lager auf 7700 m und wir verschieben das Material. Dann hat Nada 3 Presshüllen in der Hand und die Meinung ist, es seien 3 Schlafsäcke. Er will sie mir ins Zelt legen, doch unglücklicherweise hat das Zelt beim Eingang ein Loch das am Fuss des Mount Everest endet. Beim Reinlegen passt er nicht auf und die Presshülle ist, mit einer Leichtigkeit die erstaunt, auf dem Weg an den Fuss des grossen Berges. Zuerst sind wir der Meinung der Presssack enthielt einen Schlafsack aber nach kurzer Zeit merken wir, zum Schreck von Nada, es ist Karis Daunenanzug. Mir ist schnell klar, an diesem Berg gibt es für mich nichts mehr zu tun, denn ohne einen guten Daunenanzug habe ich nichts zu suchen, zu schnell hat man sich was abgefroren. Noch eine Zusatzbemerkung: Nada ist im Jahr des Tigers geboren und im Moment ist das Jahr des Tigers. Nach Aussage der Sherpas muss Nada in diesem Jahr besonders vorsichtig sein, denn wenn ihm viele Missgeschicke passieren, bringt ihm dies in seiner Zukunft Unglück. Er kann es nur wieder gut machen, wenn er viel Geld für Gebete in der Monastery spendet.
Mit herzlichen Grüssen, Kari

The new Boss

Mt. Everest vom Basislager
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