Montag, 6. April 2009 16:19
Kari war vor seiner Abreise zur Mt. Everest Expedition bei unserer Agentur in Pakistan:
“Pakistan wird gleichgesetzt mit Bomben, Al Qaida, Taliban und gefährlich … Doch es gibt auch das andere Pakistan, wo sich Menschen Sorgen machen um ihre Kinder, die Familie und die Möglichkeit Geld zu verdienen. Es besteht auch eine gewisse Machtlosigkeit gegenüber dem anderen Pakistan. Doch sind Sie stolz und würden nie etwas schlechtes über ihr Land sagen, lieber suchen Sie irgendwelche Ausreden. Oder sie sind froh im hohen Norden, wie Baltistan, Hunza und Hushe Valley zu leben, denn meine Freunde sagen, dort ist es ruhig und man hört es seien Bestrebungen vorhanden den hohen Norden, den früher zum Fürstentum Kashmir gehörenden Teil Pakistans, unabhängig zu machen.
Lieber ein König im Dorf als ein Bauer in der Stadt, so kommt mir das ganze Pakistan vor. Jeder Stammesfürst oder Iman behütet sein kleines Tal oder Dorf. Der Druck der führenden Oberschicht ist gross, denn häufig sind sie verwandt oder haben Schulden bei den Königen im Dorf. Bereits würden viele Pakistani oder Afghanen, bekannt unter dem Namen Paschtunen, lieber ihr altes Leben führen, doch auch hier ist der Druck zu gross und da wird nicht lange gefackelt. Die, die abspringen wollen, werden einfach umgebracht.
Die Gründe, warum ich vor meiner Expedition zum Mount Everest nach Pakistan gefahren bin sind vielfältig. Einer der Gründe sind Überlegungen zur Sicherheit der Gäste, die dieses Jahr zum Muztagh Ata fahren über den Karakorum Highway oder der Spantik Expedition. Ich bin selber ein Stück dem KKH gefolgt, um mir selber ein Bild zu machen, dies an demselben Tag, als in Lahore mal wieder ein Bombe hochging.
Ich kann alle Teilnehmer beruhigen: ich habe mich sicher gefühlt. Wenn man ein paar einfache Regeln einhält, kann ich es verantworten, die Gäste durch die Region des Karakorum Highway zu schicken. Sollte es doch zu Spannungen kommen, haben wir die Lösung mit dem Flug nach Gilgit oder Skardu als Option und ab dort die Weiterreise zum Muztgh Ata oder zum Spantik. Wir bleiben auf jedenfall mit unseren pakistanischen Partnern im Kontakt, sollte sich etwas Unvorhergesehes ereignen.”
Mit herzlichen Grüssen, Kari